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Twitter – Supertool oder Banalitätenschleuder? – #HellOut Nummer 3

Ist Twitter wirklich ein sinnvolles Werkzeug im Kommunikations-Repertoir oder doch nur „Ich hab mir grad den linken Socken angezogen“ und anderes sinnfreie Gewäsch?

Genau um dies zu diskutieren, habe ich mir 4 tapfere Recken ins digitale Studio geholt. Und nicht alle waren sich immer einig, wenn es beim 3. #HellOut darum ging, ob Twitter „Supertool oder Banalitätenschleuder“ ist.

Dieses Mal waren neben dem zuverlässigen Julian dabei: Oliver Rehbinder, Dieter Schwarz und Torsten Maue… und icke natürlich :)

Besprochen wurde zum Beispiel:

  • Ist Twitters Zenit überschritten und lohnt sich der Start noch?
  • Wie steigt man am besten ein?
  • Braucht es wirklich so viel Zeit, Twitter nutzbringend einzusetzen?
  • Was sind gute Beispiele für exzellente Twitter-Nutzung?
  • Wie könnt ihr auch ohne viel Aufwand davon profitieren?

Der nächste #HellOut findet diese Woche übrigens nicht am Donnerstag sondern am Sonntag statt. Thema ist bisher noch in der Schwebe, Vorschläge werden aber gern entgegengenommen

Bis dahin,
Karsten

Artikelbild: shawncampbellCC-BY

offline

Chancen für Offline-Geschäfte bei Social und Media – #HellOut Nummer 2

Ich bin aber auch lahmarschig. Da ist der HellOut schon fast ne Woche her und ich hab das immer noch nicht hier eingestellt…

Aber besser spät als nie.

Dafür erwarten euch aber auch 67 Minuten feinste Social- & Media-Diskussion rund um das Thema
„Wie können klassische Offline-Läden durch Social und Media Erfolg haben?“

Neben der zuverlässigen „Stimme des Netzes“, dem unglaublich attraktiven Julian, begrüßte ich dieses Mal Stefan Klix und Dirk Spannaus im virtuellen Studio.

Zusammen diskutierten wir unter anderem Folgendes:

  • Treibt das Internet eher Kunden in oder aus dem Laden (Stichwort: Showrooming)?
  • Wie können, trotz ständiger Verfügbarkeit durch Onlineshops, Kunden offline gewonnen und gehalten werden?
  • Welche Vorteile haben kleine Offline-Geschäfte gegenüber ihrer Online-Konkurrenz?
  • Was sind konkrete Schritte und Tipps, damit auch kleinere Unternehmen Social und Media für sich entdecken?

Nächster #HellOut am 8.11.2012, 20 Uhr

Natürlich geht es diese Woche auch wieder Rund. Thema wird sein „Twitter – Supertool oder Banalitätenschleuder?“. Mit dabei sind auf jeden Fall Torsten Maue und Dieter Schwarz.

Ein freier Platz wartet noch auf einen schönen Menschen.
Einfach melden…
Alles voll!

Ick freu mir drauf!

Karsten

Artikelbild: mikecoghCC-BY-SA

shutup

Der Unterschied zwischen Reden und Machen – Ein Social und Media Beispiel

Gebetsmühlenartig beten es die guten unter den Social und Media Menschen herunter: Weniger reden, mehr machen! Social ist nicht etwas, worüber man redet, sondern etwas, das man ist – und woran misst man dieses Sein? An Taten! Doch warum passiert dann scheinbar nichts? Warum wird posaunt „Wir sind social“, aber sonst weitergemacht wie bisher?

Weil es nicht immer auf der Hand liegt, was man denn machen könnte. Um dahinter zu kommen, muss man sich aber Fragen stellen, mitunter unangenehme. Man muss sich mit sich selbst beschäftigen, wofür man steht, was man nochmal verkaufen will, wie sich seine Kunden fühlen sollen… Das ist alles aufwändig und kostet Zeit (Und manchmal Geld). Da ist der Schritt zurück ins uninspirierte Nest oft einfacher.

Um aber ein wenig Inspiration für den Heimgebrauch zu streuen, nehme ich mal ein tagesaktuelles Beispiel des Berliner Startups „Urbanara„. Die verkaufen „Hochwertigste Heimtextilien und Wohnaccessoires direkt von handverlesenen Herstellern weltweit“ (Hört sich super an, oder?) und sind anscheinend auch ganz erfolgreich damit. Da man sich aber nie wirklich ausruhen sollte, ist stetige Promotion wichtig.

Und hier zeigt sich, dass Urbanara trotz Facebook Seite (2648 Fans), einem Blog und einem eher mäßig geführten Twitter Account (190 Follower) das Prinzip „Social“ noch nicht ganz verstanden/umgesetzt hat. Es wird viele geredet, aber wenig gemacht.

Wichtig: Das hier ist kein Rant oder Diskreditierung, sondern ehrlich freundlich gemeinte Kritik und Inspiration für alle anderen Leser!

Der alte Weg

Was ist aber passiert, dass ich mich nun genötigt fühle, das hier alles zu schreiben? Dieses Foto, das ist passiert:

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Dort wird stolz verkündet, dass man bis zum Ende des Sommers in drei Berliner Freiluftkinos vor dem Hauptfilm einen neuen Urbanara-Werbespot ansehen darf kann (Yay, genau das, was jeder Kinobesucher will – mehr Werbung). Zusätzlich kann man noch die Decke „Gotland“ gewinnen und auf dem Blog veschleudert man auch noch 2×2 Tickets für einen Film eurer Wahl (Nachdem man eine Email mit seinem vollen Namen veschickt hat).

Doppeltes Gewinnspiel also und ein Werbespot, in dem schätzungsweise die gute Qualität, die niedrigen Preise und das schöne Lebensgefühl der Marke hochemotional miteinander verwoben werden. Typische Bekanntheits-Kampagne also, hätte man 2000 genauso gemacht.

Moment mal…

Na fällt euch schon was auf? Nicht? Ok, stellt euch vor, ihr sitzt im Freiluftkino und schaut abends einen Film an. Logischerweise ist es bereits dunkel und damit recht frisch. Ist ein Werbespot über wohlig warme und bequeme Wohn- und Textilkultur das, was ihr wollt? Natürlich nicht. Ihr wollt ne verdammte Decke haben.

Und hier hätte Urbanara ansetzen sollen. Hätte man sich die oben genannten Fragen gestellt, wäre den Verantwortlichen die Lösung nämlich direkt vor die Füße gefallen. Die zwei wichtigen Fragen hier sind:

  1. Wofür stehen wir und welches Bedürfnis befriedigen wir?
  2. Was ist die größte Frage unserer (potenziellen) Kunden und wie können wir diese auf möglichst beeindruckende Weise beantworten?

Die Antworten liegen auf der Hand:

  1. Urbanara verkauft hochqualitative Heimtextilien zu günstigen Preisen, sodass sich jeder damit sein Leben überall gemütlicher, stilvoller und schöner gestalten kann.
  2. Wie bei jedem Onlineshop ist die erste Frage immer: Wie ist das Produkt „in echt“? Kann ich es anfassen, ausprobieren, mich davon überzeugen? Ist es zu dem Preis wirklich so gut, wie beschrieben?

So. Diese beiden Erkennstnisse werfen wir jetzt noch mit dem Stichwort „Freiluftkino“ in einen Topf und würzen mit den zahlreichen neuen Möglichkeiten überzeugter Kunden, über ihren Kontakt mit dem Produkt zu berichten…

Der Marketingbeauftrage, dem jetzt nichts anderes als „Werbespot und Gewinnspiel“ einfällt, sollte sofort entlassen werden. Dafür muss man allerdings mal weiter als zwei Meter denken…

Der neue Weg

Statt auf pure Baballerung aus der Werbekanone zu setzen und Leute mit pseudotollen Gewinnspielen (2×2 Tickets und EINE Decke pro Vorstellung von nem Unternehmen, das im April nochmal 3,5 Mio. einsacken konnte, ist ja echt ein riesen Geschenk) zu ködern, hätte man die Beantwortung der zwei Fragen oben auf wunderschöne Weise mit dem Internet verbinden können.

Hätte ich das geplant wäre ungefähr Folgendes passiert:

  • Urbanara hat in jedem Kino eine Deckenstation, bei der man sich gegen Pfand eine Decke (und evtl. Kissen) ausleihen kann. Das bringt die Menschen mit dem (hoffentlich guten) Produkt in Verbindung und baut ein Stück Vertrauen in die Marke auf.
  • Als nächstes gäbe es für jeden Foursquare Check-In bei der „Urbanara Decken Bar“ (Arbeitstitel 😉 ), der bei Twitter und/oder FB geteilt wird, einen Gutschein für 5€-10€ (budgetabhängig).
  • Und um wirklich ein wenig Action in die Sache zu bringen, könnten jeden Abend 10 Leute ihre geliehene Decke gewinnen, indem sie ihr schönstes „Deckenbild“ mit dem Hashtag #FreiluftWohnzimmer twittern. Die Gewinnerbilder werden während des film von einer Jury ausgewählt. Teilnehmer müssen bei der Deckenrückgabe dann nur ihren Twitternamen angeben und dürfen ihre Decke dann behalten, sofern sie gewonnen haben.

Jetzt wo ich so drüber schreibe, fallen mir noch 1000 Möglichkeiten ein, wie man die Kampagne „FreiluftWohnzimmer“ auch außerhalb des Freiluftkinos weiterführen könnte… aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Das wäre meine Ausgangsposition. Der Kunde wird an das Produkt geführt, davon überzeugt und schafft mit seiner Teilnahme am Gewinnspiel organische Aufmerksamkeit für die Marke. Außerdem wird die Einstiegsschwelle für den Erstkauf durch den kleinen Gutschein ein wenig gesenkt.

Und das ist nur der Anfang. Wenn man einmal anfängt in diese Richtung zu denken, fallen einem spielend dutzende Variationen und Erweiterungen ein. Wenn man denn dahin denkt…

Fazit

Die Ideen, die ich hier vorgestellt habe, sind ja kein Hexenwerk. Jeder wird nachvollziehen können, wie ich darauf gekommen bin. Ihr könnt das auch alle, sobald ihr aufhört so zu tun, als wäret ihr „Social“, nur weil ihr eine Facebook Seite, einen Blog und einen Twitter Account habt. Hört auf darüber zu reden, stellt euch die richtigen Fragen und fangt endlich an zu machen!

Disclaimer: Ja ich weiß, das ist alles sehr vereinfacht und viele Aspekte, Gedanken und sonstwas wurde nicht vertieft. Aber mir brummt jetzt schon der Schädel. Wenn euch also was ein-/auffällt, schreibt’s in die Kommentare! Da geht’s dann weiter…

Artikelbild: Newtown grafittiCC-Lizenz

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Social und Media Links 15.07.2012

Und es geht wieder los. Dieses mal gibt’s gleich zwei Fallbeispiele für gutes Getweete, Facebook macht wieder Quatsch, Kritik an Deutschlands Trägheit und vieles mehr.

So das war’s für diese Woche. Wenn ihr noch coole Links habt, dann einfach in die Kommentare damit :)

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Social und Media Links 08.07.2012

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„Do the right thing“ – Gelebtes Social Media kann so einfach sein

Vor kurzer Zeit habe ich sowohl hier als auch bei dem Gemeinschaftsprojekt socialtoday, wo ich mit meinen magischen Händen die technische Administration mache und ab und an mal was schreibe, das Kommentarsystem auf Livefyre umgestellt. WordPress‘ eigene Lösung gefiel mir noch nie, und ich nutzte vorher schon sehr gerne Disqus.

Allein die kurze Geschichte, wie ich zu Livefyre kam, ist schon ein super Beispiel für hervorragende Social Media Nutzung. Doch ich wollte mehr. Und da besagte Geschichte ein zartes Band zwischen mir und dem Chef der Livefyre Community Jeremy Hicks knüpfte, leierte ich ihm ein kleines Interview aus den Rippen.

Und ganz ehrlich, ihr könnt alle Bücher und Grundsatzartikel in die Tonne treten. Denn viel mehr als seine Antworten braucht man eigentlich nicht um Social Media vernünftig einzusetzen. Aber seht selbst:

Wenn es gewünscht ist, übersetze ich das Interview gern nochmal ins Deutsche. Fordert das einfach in den Kommentaren ein :)

1. Who are you, what is your position and what does that mean in particular (for our not so tech-savvy readers)?

My name is Jeremy Hicks, and I am the Head of Community for Livefyre. From a very high-level, I oversee all branded community interaction, from Twitter, to Facebook, to community support, engagement with our bloggers on their content, FAQ’s, etc. If it involves interaction and communicating with the users of our product in some way, I’m most likely involved in that and working to make it the best experience possible for each and every member of our community.

2. What social media platforms do you guys at livefyre use and why?

So we’re HEAVY users of Twitter. We’re present on Facebook and Instagram, as well as our own blog, but Twitter is definitely where we find ourselves doing the most community interaction. It allows for us to have very fast, efficient communication while offering a more casual media that allows us to interject personality and just general have a good time building relationships with our community. It’s a Swiss Armyy knife of sorts, as we can do everything from share content to community support to just general conversation. It’s a perfect fit for our culture and community efforts.

3. How does livefyre’s coporate culture reflects on/influences your social media activities?

The biggest thing I think is just striving to do the right thing. From my first day working with Livefyre, when I was the 7th member of a now 50-man/woman team, everybody has always been about doing their best, about doing what’s right for each other and our community, even if it wasn’t the easiest thing to do. We try to convey that in our social presence as well. We strive to be honest, to give solid answers, and to give those answers in swift fashion. People often times need help or advice or insight, and they need it fast, and we understand that, and we want to meet that need. That’s how we’d want to be treated, that’s the culture our CEO Jordan Kretchmer has set, doing the right thing right now, and it’s one that we strive to embody in our social media efforts.

4. What is your gain from your social media efforts?

Personally, it’s perspective. When you have the right attitude handling social media accounts, especially branding accounts, you learn to look at every interaction as an opportunity to gain someone’s trust, and to then reinforce (and continue to reinforce) why they can trust you. That then carries over into your personal life, and you begin to notice yourself going out of the way for others because it’s the right thing to do, and because it’s best for all parties involved.

And from a brand standpoint, it’s very similar: loyalty. We’re nothing without passionate bloggers and users, and when we earn the privilege of a new blogger or commenter using our product, we want them to stay. We want them to enjoy their interaction with Livefyre but we want them to enjoy their interaction with the team behind Livefyre. And we aim to do that by, as alluded to earlier, doing what’s right. We gain loyalty that way, and that’s the highest level of affirmation for us, knowing that our users will have our back just like we’ll have theirs.

5. What are your top three tipps/rules for establishing/maintaining a successful social media presence?

I hate to harp on the exact same point over and over, but I’m gonna say it again: do the right thing, which further boils down to treating others how you would want to be treated.

The example I always use to illustrate this point is this:

It’s 10:35PM and you’re tired and in bed doing a last-minute social media check on your laptop before hitting the hay. A user Tweets in a frenzy about an issue that’s obviously troubling to them, more so than you’re average support request. After all, for many bloggers, their blogs are their babies!

What do you do, now that you’re aware of it?

Do you shrug it off and go to bed, ignoring a user who seems to really need your help for peace of mind? Or do you jump in, help them at least get held over until the AM, if not completely resolved then, and then hit the hay 10-15 minutes later?

I think we all know what we’d prefer from a brand or an individual, so if you think the right thing to do is the later, I’d say you’re correct.

DISCLAIMER: Waiting until the AM is by no means „wrong“ morally or ethically. I’m just saying, from an objective standpoint, if we had an issue, would we rather it resolved now or 8-10 hours later? That’s what I mean by the „right“ thing!

So geht’s und nicht anders

Social Media funktioniert nur zwischen Menschen. Welche Menschen ihr mit der Handhabe eurer Präsenz beauftragt, spielt daher eine immens wichtige Rolle. Erwischt ihr dort die richtigen Persönlichkeiten, könnt ihr euch Kampagnen, Taktiken, iPad-Gewinnspiele etc. total klemmen. Echte Fans, Freunde und begeisterte Kunden entstehen durch Interaktion, nicht durch Bestechung.

  • Legt fest, was euer individuelles „Right thing“ ist.
  • Sucht, findet und animiert Menschen wie Jeremy. Vom Produkt überzeugt, dem Service verpflichtet, sozial hochgradig kompetent.
  • Gebt diesen Menschen die Freiheiten und Werkzeuge, die sie brauchen um ihre Stärken auszuspielen.

Social und Media muss man eben leben und andere erleben lassen. Sonst klappt das nicht. Marken und Logos sind tot. Lebendig sind die Männer und Frauen dahinter. Lasst sie leben…

Artikelbild: wademCC-Lizenz