Beiträge

5622800893_0b320d5a35_b

3 kraftvolle Details – Beeindruckende Kommunikation für Faule

Jaja… gute Unternehmenskommunikation kostet Aufwand, Zeit und manchmal auch Geld. Oder zumindest ist das die landläufige Meinung. Nicht selten fragen besonders kleine Unternehmen deshalb erst einmal schockiert “Muss ich dann quasi alles stehen und liegen lassen oder viel Geld investieren?”.

Natürlich nicht. Diese Angst ist vollkommen unbegründet. Ja, so ganz ohne irgendeine Investition kommt keiner aus. Das ist klar. Wenn ihr also die Füße hochlegen wollt, dann steigt jetzt aus und macht das. Alle anderen, denen ein wenig Aufwand nicht zu viel ist, um langlebige, tolle und schlussendlich auch lukrative Kommunikation zu betreiben, bleiben bitte hier.

Das Ding ist nämlich, dass viel Investition nicht automatisch viel Erfolg bedeutet. Vielmehr sind die kleinen Details das Zünglein an der Waage. Und diese kosten meistens noch nicht einmal etwas und sind mit dem gesunden Menschenverstand betrachtet mehr als logisch.

1. Redet mit dem Kunden/Fan, nicht mit den Kunden/Fans

Das ist erst einmal eine Kopfsache. Seht ihr eure Kunden/Fans/Follower etc. als Masse von gesichtslosen Menschen an oder habt ihr ein Auge für das Individuum? Produziert ihr mehr Inhalte für das “Hintergrundrauschen” oder investiert ihr diese Zeit für individuelle 1zu1-Gespräche?

Auch wenn es verlockend erscheint, nahezu immer für die Masse zu handeln, führt das im Endeffekt zu gar nix. Stellt euch vor, ihr sprecht immer nur vor großen Mengen. Zwar ist das alles ganz schön und die Leute sind auch dabei, aber eine wirkliche Beziehung können sie zu euch nicht aufbauen. Dann kommt der nächste Sprecher, der gleich toll ist, und zack seid ihr weg vom Fenster.

Wenn ihr hingegen nach eurem Vortrag noch mit den Leuten rumhängt, tratscht, Fragen beantwortet oder Diskussionen führt, seid ihr längst nicht mehr so austauschbar. Einfach weil ihr nicht nur der Erzählonkel von vorhin seid, sondern der Tom, Maik, die Lisa oder Susanne. Und das vergisst man so schnell nicht.

Natürlich könnte man nun unken, dass man ja nicht mit jedem einzeln reden kann. Das ist richtig. Aber auch gar nicht schlimm, denn das tolle am Internetz ist ja, dass die anderen dabei zusehen können, wie ihr das mit ein paar Leuten macht. Und selbst diejenigen, die nicht unmittelbar mit euch reden “dürfen”, werden sich denken “Mensch, da gibt sich aber jemand Mühe… klasse!”. Ich mein’, Menschen sind nicht blöd (zumindest nicht alle). Die wissen, dass o2 nicht mit jedem einzelnen 10 Minuten labern kann (obwohl…?!). Aber sie würden gerne sehen, dass ihr es wenigstens versucht. Dann verzeihen sie das gern.

Zudem hat das einen gewissen “Ködereffekt”. Wenn also die Chance besteht und vorgeführt wird, irgendwie doch mal zum “erlauchten Kreis” der persönlichen Gesprächspartner zu gehören, ist der Fan wesentlich motivierter auch weiterhin mitzumachen. Wer weiß, vielleicht ist er ja auch irgendwann dran.

Hätte o2 sich gestern bspw. viel Zeit für die Beschwerde von Nina genommen, intensiv auf einer 1zu1-Basis mit ihr zusammengearbeitet und dadurch gezeigt “Hey, wir können nicht immer alles super machen, aber wir geben uns Mühe”, wäre die Fehlertoleranz bei allen Mitlesern sprunghaft nach oben geschnellt.

2. Es gibt keine Konkurrenz, nur Mitbewerber

Auch hier geht es um eine Frage der Einstellung. Seht ihr andere Unternehmen eurer Branche als Konkurrenz oder einfach nur als Unternehmen mit dem gleichen Ziel? Ist euer Fokus darauf, mehr von deren Kuchen haben zu wollen oder ist es so gut wie möglich euer Ziel zu erreichen?

Konkurrenzdenken hat nur Nachteile. Es nimmt den Vergleich als Bewertungskriterium für eure Erfolgsmessung mit hinein und das ist schlecht. Ein schlauer Mensch sagte mir mal “Der Vergleich ist der Tod der Freude”. Achtet ihr also immer darauf, besser zu sein als andere, verliert ihr irgendwann euer eigenes Ziel aus dem Auge: Ein Problem lösen, Menschen helfen, ein Tolles Produkt vertreiben. Das ist unbefriedigend, macht aggressiv und nimmt jeglichen Spaß am eigenen Handeln.

Sind euch eure Mitbewerber aber recht egal, dann könnt ihr euch voll auf das Wesentliche konzentrieren: Ein großartiges Produkt liefern. Und wenn ihr damit ein schönes Leben führen könnt, eure Umsätze ausreichen und alles passt, dann könnt ihr euch daran endlos erfreuen – selbst wenn Unternehmen XYZ mehr verdient. Wichtig ist, was unter eurem Strich steht, nicht unter fremden.

3. Zeigt Namen, Gesichter und Verantwortung

Ich kann immer noch nicht glauben, wie wenig Unternehmen anonym (schriftlich wie auch visuell) kommunizieren. Fragt euch doch einfach mal selbst: Mit wem knüpft ihr eher zarte Vertrauensbande? Mit einem Menschen, den ihr “sehen” könnt oder einem leeren Unternehmenslogo?

Natürlich ist das ebenfalls eine Kopffrage: Wollt ihr als Marke einfach nur “eure Pflicht” tun, euch aber weiterhin in der Anonymität des Namen- und Gesichtslosen Auftritts verstecken können? Oder steht ihr ausreichend hinter euren Versprechen, dass ihr keine Angst vor Transparenz und Menschlichkeit haben braucht?

Hier wirkt der Umkehrschluss dieser Überlegung auf den Fan/Kunden ein: Wenn eine Marke sich nicht traut, mit Gesicht und Verantwortung in der Öffentlichkeit zu stehen, kann die nicht sehr vertrauenswürdig sein. Betreut mich auf Facebook allerdings Tobi, der mir versichert, dass er sich persönlich um mein Problem kümmern wird, dann muss da ja was hinter stecken.

Sowohl auf Facebook, als auch auf Twitter oder dem Blog: Gebt euren Leuten da ein Gesicht, einen Namen, eine persönliche Kontaktmöglichkeit. Werft eure teuer designten Titelbilder in den Müll und packt ein schönes Gruppenfoto aller Community Manager rein. Gebt jedem Mitarbeiter das Recht und die Pflicht sich persönlich mit seinem Namen für Anliegen einsetzen zu können. Das zeigt, dass ihr euch nicht nur Mühe gebt (siehe Punkt 1), sondern stellt auf beeindruckende Weise eine eigene Überzeugung vom Unternehmen dar. Und diese springt ganz automatisch auf Leser/Fans/Kunden über.

Auch hier hätte o2 gestern besser reagieren können. Wie ich dort in den Kommentaren schon geschrieben habe, wäre ein einfaches “Hi Nina, schick mir bitte ein Email an timo@o2.com und ich kümmer mich persönlich darum” eine Bombe gewesen. Das hätte alle “Ihr habt schlechten Service”-Argumente im Nu vaporisiert. Und es wäre eben auf das eigentlich Anliegen der lieben Nina eingegangen: Das Gefühl des nicht gehört werdens.

Update: Dazu haben just die sehr geschätzten Kollegen Christian bei sozial-pr und Henner bei Personalmarketing2null schöne Artikel verfasst:
sozial-pr – Corporate Blogger: Unternehmen, aktiviert Eure Mitarbeiter
Personalmarketing2null – Employer Branding: Mit Mitarbeiter-Blogs Gesicht als Arbeitgeber zeigen

Fazit

Diese drei Dinge sind alles keine großen Happen. Es sind eigentlich nur Veränderungen in der Denkweise, die operativen Auswirkungen kommen dann eigentlich von ganz allein.
Ohne es zu merken lasst ihr den neuen, langweiligen Blogpost ruhen und investiert die Stunde lieber in 1zu1-Unterhaltungen auf Twitter/Facebook.
Statt euch eine halbe Stunde zu ärgern, dass Konkurrent XYZ schon wieder mehr verkauft hat, nehmt ihr die 30 Minuten und denkt über neue Wege nach, euer Produkt noch besser zu machen.
Und anstelle der neuen 100.000€-Kampagne für “Brand Awareness” nehmt ihr eure Verantwortung plötzlich wieder wahr und erkennt die größte Waffe in eurem Marketingarsenal: Eure Mitarbeiter.

Fallen euch noch Kleinigkeiten ein, die einen großen Effekt haben? Dann ab in die Kommentare damit!

Peace Out,
Karsten

Artikelbild: Nomadic LassCC-BY-SA

offline

Chancen für Offline-Geschäfte bei Social und Media – #HellOut Nummer 2

Ich bin aber auch lahmarschig. Da ist der HellOut schon fast ne Woche her und ich hab das immer noch nicht hier eingestellt…

Aber besser spät als nie.

Dafür erwarten euch aber auch 67 Minuten feinste Social- & Media-Diskussion rund um das Thema
“Wie können klassische Offline-Läden durch Social und Media Erfolg haben?”

Neben der zuverlässigen “Stimme des Netzes”, dem unglaublich attraktiven Julian, begrüßte ich dieses Mal Stefan Klix und Dirk Spannaus im virtuellen Studio.

Zusammen diskutierten wir unter anderem Folgendes:

  • Treibt das Internet eher Kunden in oder aus dem Laden (Stichwort: Showrooming)?
  • Wie können, trotz ständiger Verfügbarkeit durch Onlineshops, Kunden offline gewonnen und gehalten werden?
  • Welche Vorteile haben kleine Offline-Geschäfte gegenüber ihrer Online-Konkurrenz?
  • Was sind konkrete Schritte und Tipps, damit auch kleinere Unternehmen Social und Media für sich entdecken?

Nächster #HellOut am 8.11.2012, 20 Uhr

Natürlich geht es diese Woche auch wieder Rund. Thema wird sein “Twitter – Supertool oder Banalitätenschleuder?”. Mit dabei sind auf jeden Fall Torsten Maue und Dieter Schwarz.

Ein freier Platz wartet noch auf einen schönen Menschen.
Einfach melden…
Alles voll!

Ick freu mir drauf!

Karsten

Artikelbild: mikecoghCC-BY-SA

link2

Social und Media Links 12.08.2012

link2

Social und Media Links 12.08.2012

Diese Woche war viel zu tun. Verzeiht mir also, wenn ich in der Tat einen coolen Link vergessen hab. Aber auch so sind ein paar echte Schmankerl dabei. Es geht dabei natürlich wieder um Facebook und seine Fans, deren negative Bewertungen, daraus folgende und unsinnige Shiststorms und ob/warum Blogs nicht mit Facebook verglichen werden können. Außerdem hat Dr. Dre das Marketing der Olympischen Spiele gehackt und das mit abstand beste Social Media Video der Welt tauchte auf…

link2

Social und Media Links 05.08.2012

Facebook will eure Geschichten und klickt gleichzeitig angeblich eure Werbekosten hoch. Was ist guter Inhalt, wie macht man ihn und wie nicht? Und Schulen sollen endlich auch mal Social Media “machen”. Das alles gibt es lecker aufgeteilt in 10 Linkhäppchen.

link2

Social und Media Links 29.07.2012

Und wieder ist eine Woche voller Social Media Gewurschtel rum. Facebook hat mal wieder 2 Neuigkeiten, Infografiken werden uncool, ach ihr lest euch den Text hier doch sowieso nicht durch. Lest lieber hier: