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5 Gründe, warum dein Unternehmen bloggen sollte

Bloggt dein Unternehmen? Bloggst du? Wann ja: Gut für dich. Wenn nein: Warum nicht? Falls die Antwort „Das bringt ja eh nix!“ oder „Ich weiß nicht worüber ich schreiben soll…“ ist, dann verzage nicht! Auf meinen Streifzügen durchs Netz hab ich nämlich diesen großartigen Beitrag von Marcus Sheridan gefunden. Dort erklärt er in Windeseile, warum es sich wirklich für jedes Unternehmen lohnt, einen Blog zu führen.

Und da nicht jeder von euch gern Englisch liest, gibt’s die Kernpunkte dann jetzt mal übersetzt (Mit freundlicher Genehmigung natürlich). Wer alle Details mit schönen Bildchen und so haben will, sollte sich aber auf jeden Fall auch den original Artikel ansehen!

Mehr als nur SEO (im Gegenteil)

Jeder weiß: Google liebt Blogs. Sie sind einfach zu durchsuchen und Blogartikel haben längst statische Seiten bei den Suchergebnissen abgelöst. Doch ein (gut geführter) Blog ist weit mehr, als nur ein Mittel um bei Google und Co. gut dazustehen.

Und hier kommt auch schon direkt die erste und einzige Regel beim Bloggen: Schreibe niemals für Suchmaschinen. Noch nie hat jemand gesagt: „Hey Tim. Du musst dir unbedingt diesen Artikel durchlesen. Der Inhalt ist eher schlecht, aber er ist toll suchmaschinenoptimiert geschrieben!“. Wenn der Inhalt und der Kontext super ist, verbreitet sich das Ding von ganz allein.

Aber zurück zum Thema: Hier die 5 super Ninja-Geheim-Powerful-Ultra Gründe, warum Bloggen toll ist (und auch wirtschaftlich Sinn ergibt!).

1. Du wirst automatisch zum Experten

Zuerst die schreckliche Wahrheit: Ich wurde nicht als Marketing-„Experte“ geboren. Und bin es eigentlich immernoch nicht. Menschen, die sich selbst „Experten“ nennen, sind mir irgendwie suspekt – aber das nur am Rande. Ich liebe meinen Job und Marketing. Aber mein Wissen kommt durch Recherche und durch die konstante Frage „Wie kann ich meinen (zukünftigen) Fans etwas Wertvolles bieten?“.

Das hat 3 positive Effekte:
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  • Du bleibst automatisch auf dem neuesten Stand der Dinge in deiner Branche. Einfach weil du es musst. Und ich garantiere dir: Jeder kleine Modeblog weiß besser über die Modewelt bescheid, als das größte Label, das nicht bloggt.
  • Du kannst Dinge einfacher und verständlicher Erklären. Wenn man einen Beitrag schreibt und/oder die gleiche Frage 100 mal beantwortet, dann entwickelt man irgendwann automatisch eine „menschenfreundliche“ Sprache. Nicht so ein branchentypisches ROI-KPI-XYZ Kauderwelsch.
  • Durch die konstante Recherche und gedankliche Verwertung der Informationen hast du so ziemlich eine Antwort auf jede Frage. Und wenn nicht, dann bist du geschult darin, die Antwort schnell zu finden. Denn durch’s Bloggen lernt man das Internet auch zu benutzen.

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[message_box title=“Wir lernen“ color=“green“]
Im Endeffekt ist Bloggen wie das Training für eine Sportart. Mit mehr Übung wirst du besser, entwickelst neue Techniken und verstehst worauf es ankommt.
Am Ende stehen dann mehr Erfolge – in diesem Fall Kunden und Verkäufe.
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2. Du baust Vertrauen auf

Schnell: Erinnerst du dich noch an deine Grundschullehrerin? Oder deine Kindergärtnerin? Hast du ihr vertraut?

Der Grund, warum wir oft so positiv an diese Personen denken, ist einfach: Sie haben sich gekümmert. Sie haben uns Dinge beigebracht und uns die Welt aus unserer Sicht verständlich erklärt. Wir können ehrlich sagen: Sie wollten unser Bestes! Von vielen späteren Lehrkräften können wir das nicht unbedingt behaupten. Sie haben sich eben nicht dafür interessiert ob wir es verstehen. Sie haben ihr Programm abgespult und waren nur „Experten“.

Übertragen wir das nun auf dein Unternehmen. Wenn du in verständlicher Sprache einen Mehrwert bietest, wirklich darauf aus bist, Menschen zu helfen, und zeigst, dass du ihre Sicht der Dinge verstanden hast, dann werden diese Menschen dir vertrauen. Wichtig hierbei ist: Nicht nur reden, auch machen! Große Redenschwinger, die nur so tun und dann doch eher den € in den Augen haben, gibt es bereits genug.

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Und dann geht auch die ganz einfache Rechnung auf:
Toller, hilfreicher Inhalt = Vertrauen
Vertrauen = Fans und Interessenten
Fans und Interessenten = Kunden und Verkäufe!

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So einfach ist’s!

3. Inhalt und Kontext qualifizieren

Natürlich zeichnet guter Inhalt und großartiger Kontext (also der Zusammenhang zwischen Inhalt und Nutzerinteraktion) dich und dein Unternehmen als kompetenten Ansprechpartner aus.

Aber zusätzlich spart sich deine Verkaufs- und Vertriebsabteilung eine Menge Arbeit. Denn welcher Kunde ist der beste? Der, bei dem man nur noch die Bestellung aufnehmen braucht. Ohne Verkaufsgespräch, ohne Überzeugungsarbeit, ohne die Firma und ihre Prinzipien erst „schmackhaft“ machen zu müssen. Und hier das Bonbon: Das alles übernimmt der Blog für dich.

Je mehr sich ein potenzieller Kunde mit dir, deinem Unternehmen, deinem Produkt etc. beschäftigt, dest eher wird er sein Geld auch bei dir lassen.
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Mehr Informationen = Weniger Kaufwiderstand.
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Und keine Angst. Es kann nie zu viel interessanten und spannenden Inhalt geben. Aber mach es deinen Lesern einfach, diesen auch zu finden. Sprichst du also auf der „Über uns“-Seite über ein Thema, zu dem es einen Artikel gibt, dann verlinke darauf. So hälst du nicht nur deine Seite übersichtlich, sondern gibst dem Leser auch genau die passende Information, wenn er sie braucht.

4. Die Macht des Teams

In Deutschland gibt es bisher leider nicht viele bekannte Beispiele für einen guten Unternehmensblog. Aber bei Frosta hat man es verstanden. Hier ist nicht nur ein Autor vertreten, sondern ganze 31 Menschen. Und die schreiben über die verschiedensten Themen. Jeder hat sein kleines Steckenpferd. Und jeder Leser findet etwas Interessantes.

Bei HubSpot wird sogar jeder einzelne Mitarbeiter ermutigt, sich am Unternehmensblog zu beteiligen. So erblickt jede Woche eine Vielzahl von hilfreichen, spaßigen und inspirierenden Artikeln das Licht der Welt.

Natürlich müssen dort gewisse Regeln beachtet und eingehalten werden. Aber hier unterschätzt man Menschen zuweilen gewaltig. Denn durch die Beteiligung an der Gestaltung deines Unternehmens, werden die Autoren Teil einer Bewegung. Sie fühlen sich wertgeschätzt und übernehmen die Verantwortung gern. Da hilft dann ein einfaches „Schreibe nichts, was du nicht auf einer riesigen Plakatwand lesen möchtest.“ eigentlich schon aus.

Mehrere Menschen an deinem Blog mitwirken zu lassen hat also direkt zwei Vorteile:
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  • Deine Mitarbeiter fühlen sich mehr gewürdigt und mit dem Unternehmen verbunden. Sie arbeiten gerne mit und sehen sich als Teil von etwas Größerem, einer Bewegung. Und das ist NIE verkehrt.
  • Es können regelmäßig tolle und abwechslungsreiche Inhalte produziert werden. Und warum das gut ist, steht ja oben bei Nummer 3.

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Motivierte und glückliche Mitarbeiter = Bessere Kundeninteraktion
Bessere Interaktion = Glücklichere Kunden
Glücklichere Kunden = Gute Mundpropaganda und Bewertungen
Gute Bewertungen + Mehr Information = Wesentlich mehr Verkäufe
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5. Die Macht des Kommentars

Ich habs schon oft gesagt und kann es nicht oft genug wiederholen: Interaktion ist Trumpf! Jede Marke, die ihre Möglichkeiten zum Gespräch mit Kunden und Interessenten nicht wahrnimmt, gehört aus der Stadt getrieben.

Und da gehört dein Blog natürlich auch dazu. Nicht nur, weil sich Kunden gerne gehört und ernst genommen fühlen. Oder weil sie es toll finden, wenn sie tatsächliche Veränderungen anstoßen und somit auch zur Entwicklung deines Unternehmens beitragen. Nein… denn durch Kommentare und deine Reaktion auf diese, lernst du auch wieder den bereits angesprochenen Perspektivenwechsel. Die Dinge also nicht aus deiner sicht, sondern aus IHRER Sicht zu sehen.

Außerdem tragen aktive Diskussionen auch dazu bei, dass Leser sich mit deinem Unternehmen verbunden fühlen. So kannst du eine wunderbare Gemeinschaft aufbauen, die natürlich auch als Multiplikator für deine Marke und dein Produkt fungiert. Wir alle teilen gerne Diskussionen und Themen, in die wir verstrickt sind.

Dabei sind die Kommentare meist sogar noch viel interessanter und lehrreicher, als der eigentliche Beitrag. Wenn du also zuhörst, interagierst und deinen Lesern offen gegenüber stehst, bieten Kommentare allein schon eine Menge Inspiration für neue Beiträge. Mal von der inhaltlichen Mehrwert für den Leser abgesehen (Kommentare und hitzig Diskussionen machen auch einfach Spaß). Welche Kreise das ziehen kann, sieht man hier. Die Kommentare (229 an der Zahl) sind mittlerweile gehaltvoller, als der Urpsrungsbeitrag.

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Kommentare sind also die oft übersehene Geheimwaffe eines guten Blogs. Dabei geben sie dem Ganzen erst den richtigen Schwung.
Mit Interaktion und dem richtigen „Zuhören“ schaffst du eine tolle Gemeinschaft, bekommst Ideen für neue Beiträge, konkrete Verbesserungsvorschläge und erhöhst deine Reichweite.
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Jetzt bist du dran

Ich habe dir nun 5 wichtige Gründe jenseits von SEO gezeigt, warum es sich ein Blog lohnt.
Natürlich habe ich dabei unzählige Andere vergessen oder weggelassen. Denn da kommst du ins Spiel.

Welche Gründe fallen dir noch ein?
Hast du die Auswirkungen schon selbst erfahren?
Was ist deiner Meinung nach der wichtigste Grund?
Oder hast du ein super Beispiel für einen der 5?

Dann schreib das doch einfach unten in die Kommentare. Ich freu mich drauf.

Das war’s für heute.

Danke für deine Zeit…
Karsten

mediamarkt1

Der Media Markt Online-Flop und was sie hätten besser machen können

Seit heute ist der Media Markt Shop online. Und direkt hagelt es Kritik. Vernichtende. Denn da stimmt einfach gar nichts.

Doch von den technischen Unzulänglichkeiten mal abgesehen, begeht MM einen weiteren Kapitalfehler: Sie denken nicht an ihr Kerngeschäft und den Kunden. Am Anfang hätte stehen müssen: „Was sind wir und wie können wir unseren Kunden online den besten Serivce bieten?“.

Dann wäre ihnen auch aufgefallen, dass ein „normaler“ Onlineshop definitiv nicht die richtige Lösung ist.

Fragen rund um Social Media Marketing? Einfach auf die Facebook Pinnwand oder per Twitter schreiben.

deutschebank

Wie man es nicht macht: Die Deutsche Bank und Social Media

Social Media Marketing ist ja für viele noch ein schwammiges Gebiet. Und das ist auch in Ordnung. Denn zum Glück gibt es ja so wunderbare Anti-Beispiele wie die Deutsche Bank.
Die machen nicht nur auch so alle PR-Fehler, die man nur machen kann, sondern gehören auch bei ihrer aktuellen “Social Media Rattenfänger-Kampagne” ordentlich geohrfeigt.

Fragen rund um Social Media Marketing? Einfach auf die Facebook Pinnwand oder per Twitter schreiben.

Homer facepalm

Wie man es nicht macht: Beschwerdemanagement bei @fotocommunity (Stern VIEW Fotocommunity)

Irgendwas ist da falsch gelaufen. Ob beim Einstellungsprozess oder der verständlichen Weitergabe der bestimmt vorhandenen „Social Media Guidelines“. Oder einfach nur Menschlichkeit. Wie dem auch sei, der Twittermensch bei der Stern VIEW Fotocommunity hat es vergeigt (Anmerkung: Obwohl unter @fotocommunity unterwegs, in keinster Weise mit fotocommunity.de verbändelt). Und zwar so sehr, dass gestern weit mehr Menschen als nur die Betroffenen davon Wind bekommen haben. Und sich zu Recht total aufgeregt haben.

Und da Nörgeln auch total Spaß macht, entjungfere ich damit mal denn HellBlog…

Logo hin, Logo her, Logo weg? Na Logo!

Der Stein des Anstoßes ist dieser: Anscheinend darf der Fotograf, der sein Werk dieser Fotogemeinschaft und der eventuellen Weiterverwurstung zur Verfügung stellt, sein Logo nur sehr sehr klein oder gar nicht auf das Bild packen. Ob das nun gut oder schlecht ist, lass ich mal unbeantwortet. Für irgendein Urteil bin ich da zu wenig in der Materie drin.

Auf jeden Fall wurden dann wohl einige Fotos von Benutzern gelöscht. Diese fanden das natürlich nicht so prickelnd und haben sich per Twitter beschwert. Und dann passierte dieses:


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Ja, ich habe einen schnellen Screenshot-Finger. Besonders wenn Christian Bale mich dabei anschreit. Klick für das ganze Bild.

KundenSERVICE. Nicht Kundenbashing!

Grundsätzlich kann man ja schonmal glücklich darüber sein, dass überhaupt jemand da sitzt und sich um die Tweets kümmert. Und das ja sogar recht fix. Gut gemacht VIEW. Doch dann ging alles irgendwie den Bach runter. Denn was da inhaltlich ankam war in etwa: „Nerv nicht rum du Idiot! Ist halt so, deal with it!“

Die Beibehaltung des #fail Hashtags und die Verwendung von GROßBUCHSTABEN nehmen der Antwort leider total die sachliche Grundlage. Hätte man diese einfach weggelassen, würde sich der ganze Ton des Tweets schlagartig ändern. Und hätte man sich dann nochmal an den Service-Aspekt erinnert, würde man sich eventuell sogar noch ein „Danke für die Kritik“ aus den Fingerspitzen würgen. Da beides fehlt, wird @germanpsycho eher als lästiges Übel, statt als ein Teil einer Gemeinschaft („Fotocommunity“ ne?!), dargestellt.

I’m not the Jerkwhisperer

Jeder Communitymanager hat sich schonmal mit den sogenannten Trollen rumgeschlagen. Das sind diese Geschöpfe, die ihren Selbstwert aus gehaltlosem Genörgel und den damit verbundenen Reaktionen ziehen.


[frame src=“http://www.hellyeah-marketing.de/wp-content/uploads/2011/11/nerd2.jpg“ width=“290″ lightbox=“on“ ]
Hier ein Exemplar in freier Wildbahn.

Ein in meinen Augen sehr schlauer Marketing-Mensch (Scott Stratten) sagte einmal „I’m not the Jerkwhisperer“. Und das stimmt. Niemand muss sich mit Arschgeigen rumschlagen, darauf eingehen oder sie gar bekehren. Wenn man glaubt, jemand sei nur auf Ärger aus, ist das einzige und beste Mittel: Ignoranz. Nur so erstickt man das Übel im Keim.

Wenn der VIEW Mensch diese Beschwerde also als so lästig empfunden hat wie er es zum Ausdruck brachte, dann hätte er lieber gar nichts schreiben sollen. Denn Kritik öffentlich abprallen und als #fail zu bezeichnen, ist definitiv schlimmer als gar kein Beschwerdemanagement. Oder: Wenn man Social Media nicht kann, dann sollte man es sein lassen (Nein ich zitier jetzt nicht schon wieder Dieter Nuhr)!

Was man lernen kann

Besser wäre gewesen: „Danke für dein Feedback. Was wäre denn dein Vorschlag zur Verbesserung?“ oder ein „Momentan ist das so gewollt. Wir denken aber über deine Kritik nach und melden uns in Kürze“. Ideal wäre beides in Kombination.

Die erste Antwort macht etwas ganz wichtiges: Einen Dialog eröffnen. Denn darum geht es beim Communitymanagement: Dialog mit der Community. Im weiteren hätte man dann darlegen können, warum das so ist und warum das aus VIEW-Sicht (hehe) Sinn ergibt. Der zweite Tweet würde dann zeigen, dass man sich auch außerhalb von Twitter mit Kritik beschäftigt. So könnte man z.B. auf dem Unternehmensblog diesem Thema einen Eintrag widmen. Das bietet Raum für Darstellung der Sachlage und kann zu weiterer Diskussion (und evtl. Verbesserungen) führen.

Fazit


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Is klar, gell?

In einem Satz: Nutze Kritik um einen Dialog zu eröffnen. Als Schlüssel um eine Tür zu öffnen. Denn nur dann fühlen sich die Benutzer in die Marke integriert und NUR DANN kann deine Marke wachsen! Und DAS liebe VIEW… DAS ist eine WIN-WIN Situation.

Danke für’s lesen…

Karsten