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So wird euer Unternehmen beliebt!

7
18 Apr 2012
branding, erfolg, grundlagen, HellYeahTV, inspiration, social, video, vorsprung
by Karsten Wusthoff

Wie wird man als Unternehmen heutzutage beliebt? Darum geht es in Folge Nummer 3 von “HellYeahTV“. Und die Antwort hat nichts mit Facebook, Twitter oder Google+ zu tun. Hier muss eine Marke erstmal bei sich selbst anfangen und die richtigen Grundsteine legen. Denn nur wenn der Garten gut bestellt ist, können die Pflänzchen auch ordentlich wachsen.

Auch als Audioversion

http://www.hellyeah-marketing.de/Podcasts/HellYeahTV/HellYeahTV3-Beliebt.mp3

Und hier zum Herunterladen:
So wird euer Unternehmen beliebt! – HellYeahTV #3

Was ihr im Video erfahrt

Markenkompetenz & Menschlichkeit.
Unter dem Begriff “Markenkompetenz” habe ich einfach mal alles zusammmengefasst, was ein Unternehmen an “harten Dingen” liefern kann: gute Produkte, Service, Preis, Verfügbarkeit usw. (aka “Die berüchtigten Ps des Marketings“) Je besser ein Unternehmen diese Punkte erfüllt, desto kompetenter ist es darin, das reine Konsumbedürfnis des Kunden zu befriedigen.
“Menschlichkeit” hingegen bezeichnet eher “weiche Dinge”, die aber seit jeher wichtig waren und weiterhin wichtig sind: Identifikationsmöglichkeiten, Beziehungen, Stammzugehörigkeit, Emotionalität, Irrationalität etc. Das sind die klassischen “Tante Emma”-Werte (Man kauft trotz höhrerem Preis dort, weil Tante Emma einen schon seit 40 Jahren kennt) oder “Da kenn ich den Koch”-Situationen (Ambiente vielleicht schlecht, aber persönliche Bindung).

Das Spielfeld ist (nahezu) ausgeglichen.
Früher gab es diese zwei Dinge selten im Paket. Entweder hatte eine Firma eine hohe Markenkompetenz (meist große Konzerne) oder war sehr menschlich und persönlich (meist kleinere, lokale Geschäfte). Nur ganz wenige Ausnahmen haben auch früher schon beide Aspekte abdecken können. Apple zum Beispiel hatte immer schon eine hohe Kompetenz UND war recht Menschlich.
Das lag daran, dass meistens die Möglichkeiten einfach beschränkt waren. Der Laden an der Ecke konnte nunmal nicht in die ganze Welt veschicken. Auf der anderen Seite konnte sich Coca Cola auch nur bedingt menschlich geben, ohne dafür extra große Summen auszugeben. Und das ist nun anders. Dank des Internets/Social Media kann nun jedes Unternehmen an beiden Fronten gleichermaßen angreifen. Der kleine Laden kann international Waren versenden und Coca Cola kann menschliche Schnittstellen für tausende Menschen zur Verfügung stellen.

Große Chancen für kleine Unternehmen.
Streng genommen war der letzte Punkt so nicht richtig. Denn streng genommen, haben kleine Unternehmen hier die besseren Karten. Es ist schwierig und aufwändig, eine persönliche Schnittstelle zu bilden, zu kultivieren und die Beziehungen dort auch lebendig zu halten. Viel einfacher ist es, einen Onlineshop aufzubauen (Mit z.B. Shopify geht’s innerhalb von Minuten), sein Krempel zu verschicken und seine bestehenden Verbindungen zu nutzen. Zudem haben diese Unternehmen den Vorteil einer gewissen Narrenfreiheit. Denn wer ein gutes Verhältnis zu seinen Kunden hat, darf auch mal ausprobieren. Das kann dann schnell auch zu sehr innovativen und einzigartigen Dingen führen. Und so können gar gestandene Konzerne schnell “angegriffen” und sogar überholt werden. Also voran, meine Jungen und Mädchen: Nicht wer zuerst verkauft (kann jeder) gewinnt, sondern wer zuerst die Beziehung aufbaut (kann nicht jeder).

Danke für eure Zeit!

Euer Karsten

Und wie immer ist das hier nicht die uneingeschränkte Wahrheit und sicherlich ausbau- und kritikfähig. Und da kommt ihr ins Spiel! Hab ich Recht? Erzähl ich Schwachsinn? Was habt ihr für Beispiele von Machern und Rednern? Ab in die Kommentare damit!

P.S. Fun Fact: Das Video ist deswegen S/W, weil es der letzte Tag in meiner schönen, ersten Wohnung in Berlin war und ich meinem Trauer so Ausdruck verliehen habe…

P.P.S. Es gibt natürlich noch einige Gründe mehr, warum kleine, fexible Unternehmen die Nase vorn haben. Diese und wie große Konzerne davon profiteren können, gibt’s in einem anderen Beitrag.

P.P.S. Vielen Dank an den großartigen Matthias Maschmann (@mmaschmann folgen
). Ohne ihn wäre dieser gedankliche Knoten nie geplatzt. Der bloggt auch toll (wenn auch noch etwas underground) über Business und Marketing! Und auch berät…

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Hallo Karsten, kurze Anmerkung zu Deiner Einteilung in "Markenkompetenz" und "Menschlichkeit": Ein Teil der Attribute, die Du unter Letzterem subsumierst, gehört durchaus in das 4. P, nämlich "Promotion", worunter auch die Kommunikation fällt. Daher ist die Einteilung aus meiner Sicht nicht ganz trennscharf. Vielleicht meinst Du ja auch, dass die Kommunikation sich in letzter Zeit einfach insofern verändert hat, als sie immer bidirektionaler geworden ist, was in der Tat große Veränderungen mit sich bringt. Allerdings nicht so sehr in Richtung Menschlichkeit - die idealerweise immer eine Rolle spielt - , sondern zu Gunsten daran angepasster Markenführung. Im Fazit allerdings stimmen wir überein! Viele Grüße, Matthias

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Hi Matthias, hab mich schon gefragt, wann dein Kommentar kommt :) Danke dafür! Du hast natürlich 100% Recht mit deinem Einwand. Trennschärfe ist bei den Begriffen (und bei SoMe allgemein) sowieso recht rar, wie ich finde. Sind halt alles fließende Grenzen. Das ist ja auch eines der großen Problem von "Social Media"... keine klaren Grenzen, Silos, Departments, sondern ganzheitlich. Selbstverständlich kann man die anderen Ps auch auf der "menschliche" Seite unterbringen. Ich fand sie bei den "harten Fakten" allerdings klassischerweise besser aufgehoben. Aber das ändert unterm Strich ja nix an der Aussage. Und ich sehe eben genau unter dem Punkt "angepasste Markenführung" den Schritt in Richtung "Menschlichkeit". Marken von "oben herab" zu führen ist eben nicht mehr der Hit... auf Augenhöhe klappt's besser. Und danke, lieber Matthias, für ein Beispiel, wie Kommentare einen Artikel zusätzlich bereichern können :D LG Karsten

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Hi Karsten, ich habe mir bewusst Zeit gelassen, damit es auch ein Kommentar wird, der Substanz hat, und keine operative Hektik. Das Thema mit der Augenhöhe kann ich nur unterstreichen. Übrigens nicht nur in diesem Zusammenhang... Beste Grüße Matthias

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 Ach wenn mal alle Diskussionsteilnehmer so überlegt wären :D Unterstreichen ist gut... ganz dick bitte!

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Er gibt sich zumindest ständig Mühe :D

Oliver Rehbinder
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Das ist der Karsten und der Karsten hat's verstanden :)

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ist ein alter Film, da in Schwarz/Weiß gedreht :-)

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