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5 Gründe, warum dein Unternehmen bloggen sollte

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15 Feb 2012
blog, branding, community management, kommunikation, media, social, vorsprung
by Karsten Wusthoff

Bloggt dein Unternehmen? Bloggst du? Wann ja: Gut für dich. Wenn nein: Warum nicht? Falls die Antwort “Das bringt ja eh nix!” oder “Ich weiß nicht worüber ich schreiben soll…” ist, dann verzage nicht! Auf meinen Streifzügen durchs Netz hab ich nämlich diesen großartigen Beitrag von Marcus Sheridan gefunden. Dort erklärt er in Windeseile, warum es sich wirklich für jedes Unternehmen lohnt, einen Blog zu führen.

Und da nicht jeder von euch gern Englisch liest, gibt’s die Kernpunkte dann jetzt mal übersetzt (Mit freundlicher Genehmigung natürlich). Wer alle Details mit schönen Bildchen und so haben will, sollte sich aber auf jeden Fall auch den original Artikel ansehen!

Mehr als nur SEO (im Gegenteil)

Jeder weiß: Google liebt Blogs. Sie sind einfach zu durchsuchen und Blogartikel haben längst statische Seiten bei den Suchergebnissen abgelöst. Doch ein (gut geführter) Blog ist weit mehr, als nur ein Mittel um bei Google und Co. gut dazustehen.

Und hier kommt auch schon direkt die erste und einzige Regel beim Bloggen: Schreibe niemals für Suchmaschinen. Noch nie hat jemand gesagt: “Hey Tim. Du musst dir unbedingt diesen Artikel durchlesen. Der Inhalt ist eher schlecht, aber er ist toll suchmaschinenoptimiert geschrieben!”. Wenn der Inhalt und der Kontext super ist, verbreitet sich das Ding von ganz allein.

Aber zurück zum Thema: Hier die 5 super Ninja-Geheim-Powerful-Ultra Gründe, warum Bloggen toll ist (und auch wirtschaftlich Sinn ergibt!).

1. Du wirst automatisch zum Experten

Zuerst die schreckliche Wahrheit: Ich wurde nicht als Marketing-”Experte” geboren. Und bin es eigentlich immernoch nicht. Menschen, die sich selbst “Experten” nennen, sind mir irgendwie suspekt – aber das nur am Rande. Ich liebe meinen Job und Marketing. Aber mein Wissen kommt durch Recherche und durch die konstante Frage “Wie kann ich meinen (zukünftigen) Fans etwas Wertvolles bieten?”.

Das hat 3 positive Effekte:

  • Du bleibst automatisch auf dem neuesten Stand der Dinge in deiner Branche. Einfach weil du es musst. Und ich garantiere dir: Jeder kleine Modeblog weiß besser über die Modewelt bescheid, als das größte Label, das nicht bloggt.
  • Du kannst Dinge einfacher und verständlicher Erklären. Wenn man einen Beitrag schreibt und/oder die gleiche Frage 100 mal beantwortet, dann entwickelt man irgendwann automatisch eine “menschenfreundliche” Sprache. Nicht so ein branchentypisches ROI-KPI-XYZ Kauderwelsch.
  • Durch die konstante Recherche und gedankliche Verwertung der Informationen hast du so ziemlich eine Antwort auf jede Frage. Und wenn nicht, dann bist du geschult darin, die Antwort schnell zu finden. Denn durch’s Bloggen lernt man das Internet auch zu benutzen.
Wir lernen
Im Endeffekt ist Bloggen wie das Training für eine Sportart. Mit mehr Übung wirst du besser, entwickelst neue Techniken und verstehst worauf es ankommt.
Am Ende stehen dann mehr Erfolge – in diesem Fall Kunden und Verkäufe.

2. Du baust Vertrauen auf

Schnell: Erinnerst du dich noch an deine Grundschullehrerin? Oder deine Kindergärtnerin? Hast du ihr vertraut?

Der Grund, warum wir oft so positiv an diese Personen denken, ist einfach: Sie haben sich gekümmert. Sie haben uns Dinge beigebracht und uns die Welt aus unserer Sicht verständlich erklärt. Wir können ehrlich sagen: Sie wollten unser Bestes! Von vielen späteren Lehrkräften können wir das nicht unbedingt behaupten. Sie haben sich eben nicht dafür interessiert ob wir es verstehen. Sie haben ihr Programm abgespult und waren nur “Experten”.

Übertragen wir das nun auf dein Unternehmen. Wenn du in verständlicher Sprache einen Mehrwert bietest, wirklich darauf aus bist, Menschen zu helfen, und zeigst, dass du ihre Sicht der Dinge verstanden hast, dann werden diese Menschen dir vertrauen. Wichtig hierbei ist: Nicht nur reden, auch machen! Große Redenschwinger, die nur so tun und dann doch eher den € in den Augen haben, gibt es bereits genug.

Wir lernen
Und dann geht auch die ganz einfache Rechnung auf:
Toller, hilfreicher Inhalt = Vertrauen
Vertrauen = Fans und Interessenten
Fans und Interessenten = Kunden und Verkäufe!

So einfach ist’s!

3. Inhalt und Kontext qualifizieren

Natürlich zeichnet guter Inhalt und großartiger Kontext (also der Zusammenhang zwischen Inhalt und Nutzerinteraktion) dich und dein Unternehmen als kompetenten Ansprechpartner aus.

Aber zusätzlich spart sich deine Verkaufs- und Vertriebsabteilung eine Menge Arbeit. Denn welcher Kunde ist der beste? Der, bei dem man nur noch die Bestellung aufnehmen braucht. Ohne Verkaufsgespräch, ohne Überzeugungsarbeit, ohne die Firma und ihre Prinzipien erst “schmackhaft” machen zu müssen. Und hier das Bonbon: Das alles übernimmt der Blog für dich.

Je mehr sich ein potenzieller Kunde mit dir, deinem Unternehmen, deinem Produkt etc. beschäftigt, dest eher wird er sein Geld auch bei dir lassen.

Wir lernen
Mehr Informationen = Weniger Kaufwiderstand.

Und keine Angst. Es kann nie zu viel interessanten und spannenden Inhalt geben. Aber mach es deinen Lesern einfach, diesen auch zu finden. Sprichst du also auf der “Über uns”-Seite über ein Thema, zu dem es einen Artikel gibt, dann verlinke darauf. So hälst du nicht nur deine Seite übersichtlich, sondern gibst dem Leser auch genau die passende Information, wenn er sie braucht.

4. Die Macht des Teams

In Deutschland gibt es bisher leider nicht viele bekannte Beispiele für einen guten Unternehmensblog. Aber bei Frosta hat man es verstanden. Hier ist nicht nur ein Autor vertreten, sondern ganze 31 Menschen. Und die schreiben über die verschiedensten Themen. Jeder hat sein kleines Steckenpferd. Und jeder Leser findet etwas Interessantes.

Bei HubSpot wird sogar jeder einzelne Mitarbeiter ermutigt, sich am Unternehmensblog zu beteiligen. So erblickt jede Woche eine Vielzahl von hilfreichen, spaßigen und inspirierenden Artikeln das Licht der Welt.

Natürlich müssen dort gewisse Regeln beachtet und eingehalten werden. Aber hier unterschätzt man Menschen zuweilen gewaltig. Denn durch die Beteiligung an der Gestaltung deines Unternehmens, werden die Autoren Teil einer Bewegung. Sie fühlen sich wertgeschätzt und übernehmen die Verantwortung gern. Da hilft dann ein einfaches “Schreibe nichts, was du nicht auf einer riesigen Plakatwand lesen möchtest.” eigentlich schon aus.

Mehrere Menschen an deinem Blog mitwirken zu lassen hat also direkt zwei Vorteile:

  • Deine Mitarbeiter fühlen sich mehr gewürdigt und mit dem Unternehmen verbunden. Sie arbeiten gerne mit und sehen sich als Teil von etwas Größerem, einer Bewegung. Und das ist NIE verkehrt.
  • Es können regelmäßig tolle und abwechslungsreiche Inhalte produziert werden. Und warum das gut ist, steht ja oben bei Nummer 3.
Wir lernen
Motivierte und glückliche Mitarbeiter = Bessere Kundeninteraktion
Bessere Interaktion = Glücklichere Kunden
Glücklichere Kunden = Gute Mundpropaganda und Bewertungen
Gute Bewertungen + Mehr Information = Wesentlich mehr Verkäufe

5. Die Macht des Kommentars

Ich habs schon oft gesagt und kann es nicht oft genug wiederholen: Interaktion ist Trumpf! Jede Marke, die ihre Möglichkeiten zum Gespräch mit Kunden und Interessenten nicht wahrnimmt, gehört aus der Stadt getrieben.

Und da gehört dein Blog natürlich auch dazu. Nicht nur, weil sich Kunden gerne gehört und ernst genommen fühlen. Oder weil sie es toll finden, wenn sie tatsächliche Veränderungen anstoßen und somit auch zur Entwicklung deines Unternehmens beitragen. Nein… denn durch Kommentare und deine Reaktion auf diese, lernst du auch wieder den bereits angesprochenen Perspektivenwechsel. Die Dinge also nicht aus deiner sicht, sondern aus IHRER Sicht zu sehen.

Außerdem tragen aktive Diskussionen auch dazu bei, dass Leser sich mit deinem Unternehmen verbunden fühlen. So kannst du eine wunderbare Gemeinschaft aufbauen, die natürlich auch als Multiplikator für deine Marke und dein Produkt fungiert. Wir alle teilen gerne Diskussionen und Themen, in die wir verstrickt sind.

Dabei sind die Kommentare meist sogar noch viel interessanter und lehrreicher, als der eigentliche Beitrag. Wenn du also zuhörst, interagierst und deinen Lesern offen gegenüber stehst, bieten Kommentare allein schon eine Menge Inspiration für neue Beiträge. Mal von der inhaltlichen Mehrwert für den Leser abgesehen (Kommentare und hitzig Diskussionen machen auch einfach Spaß). Welche Kreise das ziehen kann, sieht man hier. Die Kommentare (229 an der Zahl) sind mittlerweile gehaltvoller, als der Urpsrungsbeitrag.

Wir lernen
Kommentare sind also die oft übersehene Geheimwaffe eines guten Blogs. Dabei geben sie dem Ganzen erst den richtigen Schwung.
Mit Interaktion und dem richtigen “Zuhören” schaffst du eine tolle Gemeinschaft, bekommst Ideen für neue Beiträge, konkrete Verbesserungsvorschläge und erhöhst deine Reichweite.

Jetzt bist du dran

Ich habe dir nun 5 wichtige Gründe jenseits von SEO gezeigt, warum es sich ein Blog lohnt.
Natürlich habe ich dabei unzählige Andere vergessen oder weggelassen. Denn da kommst du ins Spiel.

Welche Gründe fallen dir noch ein?
Hast du die Auswirkungen schon selbst erfahren?
Was ist deiner Meinung nach der wichtigste Grund?
Oder hast du ein super Beispiel für einen der 5?

Dann schreib das doch einfach unten in die Kommentare. Ich freu mich drauf.

Das war’s für heute.

Danke für deine Zeit…
Karsten

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Bin erst heute auf den Blog und Artikel gestoßen und muss sagen - Hellyeah, der rockt ;) Da ich noch recht frisch in meiner neuen Firma bin und wir auch einen Blog beginnen wollen, kann man dem Chef diesen Artikel vorlegen! Die zeigen, warum sich ein Firmen-Blog 100%ig lohnt. wird. Danke für die Vorschläge.

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Cool André. Vielen Dank für deinen Kommentar :) Lass mich wissen, wie's mit deinem Chef ausgegangen ist und poste aucg gern mal einen Link zum Blog.... Jetzt bin ich ja neugierig... :)

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Ich habe mir auch mal wieder Gedanken zu dem Thema gemacht und bin am stöbern, was andere so zu dem Thema sagen. Ein guter Beitrag, der auch zum Schluss die richtigen Fragen stellt. Ein Teil der Antworten auf die Fragen, finden Sie in meinem gestrigen Blogbeitrag http://frankkoebsch.wordpress.com/2012/02/20/blogs-teil-2/ Auch weiterhin viel Spaß im Netz FRank Koebsch

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Trackbacks

  1. Überraschung: Wir machen gar keine Werbung… – HellYeah Marketing – Einfach. Persönlich. Sexy. sagt:
    22. Februar 2012 um 21:49

    [...] Ist er gleichzeitig ein Beispiel dafür, warum jedes Unternehmen eigentlich einen Blog führen sollte: Einen natürlichen, organischen Katalog an Infos rund um das eigene Unternehmen/Projekt zu haben. Auf einige andere, ebenso wichtige Gründe gehe ich hier ein. [...]

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